Mit der Unterstützung langjähriger Mitstreiter der KAIZOKU machte ich mich mit zwei vollgepackten Koffern per ICE auf den Weg nach Berlin. Der Zeitplan war dabei ziemlich straff: Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof gegen 14:20 Uhr, Ankunft um 18:30 Uhr in Berlin. Von dort ging es direkt mit dem Taxi zum Festsaal Kreuzberg.

Vor Ort blieb nicht viel Zeit. Ich baute insgesamt sechs GMS Battle-Lap-Systeme auf – drei mit Arcade-Sticks und drei weitere mit Gamepad-Unterstützung. Die dafür vorgesehene Fläche musste ich mir zwar mit einigen Merchandise-Händlern teilen, was sich letztendlich aber als völlig unproblematisch herausstellte.

Um 21:00 Uhr begann die Party und lief bis 05:00 Uhr morgens. Wie mittlerweile fast schon Tradition habe ich etwa eine Stunde vor Veranstaltungsende den Großteil meines Equipments bereits wieder transportfertig verpackt. So konnte ich nach dem Ende der Veranstaltung ohne Zeitverlust die Heimreise antreten.

Am Sonntagmorgen ging es schließlich gegen 06:30 Uhr wieder mit dem ICE zurück nach München. Nach rund vier Stunden Zugfahrt war ich gegen 11:30 Uhr wieder zu Hause – völlig erledigt und direkt ins Bett gefallen.

Ein besonderer Moment ereignete sich kurz vor Ende der Party. Während ich eine Runde Metal Slug spielte, schaute mir ein Gast aufmerksam über die Schulter. Er verfolgte das Spiel mit großem Interesse, kannte das Neo Geo allerdings überhaupt nicht. Ich versuchte ihm in wenigen Minuten die wichtigsten Hintergründe zu erklären. Erneut wurde mir dabei bewusst, wie unbekannt diese legendäre Arcade-Plattform heute eigentlich ist. Für viele Menschen bedeutet Retro-Gaming nach wie vor vor allem PlayStation 1 oder Super Nintendo.

Genau das beschäftigt mich immer wieder. Ich frage mich oft, wie ich mehr Menschen für die japanische Arcade-Kultur begeistern kann. Über Social Media erreiche ich zwar regelmäßig viele Leute, aber häufig scheint es nicht die Zielgruppe zu sein, die sich wirklich für dieses Thema interessiert. Oft entscheidet einfach der Zufall darüber, wen ich mit meiner Leidenschaft anstecken kann.

Abseits davon gab es aber auch zwei weitere Besucher, die gezielt auf meine Setups zukamen, sich mit mir unterhielten und die gesamte Aktion richtig gefeiert haben. Genau solche Begegnungen bedeuten mir unglaublich viel. Sie zeigen mir, dass sich der ganze Aufwand lohnt, und geben mir jedes Mal neue Motivation, das Projekt GAME MASTER weiterzuführen und die japanische Arcade-Kultur auf Veranstaltungen bekannter zu machen.

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